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Rehmi, der kleine Drache



 

 

# Das Riff ist in Gefahr #

 

Auf einer kleinen Insel im Ozean lebte ein Drache. Sein Name war Rehmi. Er war ziemlich klein für einen Drachen. Aber er war ja auch noch recht jung. Auf seiner Brust hatte er einen herzförmigen weißen Fleck, und seine restlichen Schuppen waren grün.

Rehmi wohnte in einer großen Höhle, die am Fuße eines Berges lag. Dieser stand mitten auf der von Bäumen übersäten Insel. Aber Rehmi lebte nicht alleine auf dieser Insel. Jeden Morgen, wenn er auf dem Weg zum Meer war, begrüßte er jedes Tier. Die meisten, die er mit einem fröhlichen „Guten Morgen“ weckte, schliefen noch in ihren Nestern und Höhlen. Bei dem einen oder andern blieb er länger stehen und plauderte ein wenig über dies und das. So erfuhr er jede Neuigkeit auf der Insel. Auf seinem Weg pflückte er sich ein paar Beeren, knabberte hier und da an den Blättern und sammelte einige Früchte auf, die von den Bäumen hinuntergefallen waren. Diese verspeiste der kleine Drache dann am Strand. Wenn er sein Frühstück beendet hatte, ging er immer noch eine

Runde um die Insel, um nachzusehen, ob alles beim Alten war. Vor der Insel lagen viele Felsen im

Meer, an denen sich die Wellen brachen. An warmen Tagen lag die Meerjungfrau Miena auf diesen Felsen, um die Sonne zu genießen. Sehr oft in Begleitung eines gelben Frosches, der Brutus hieß.

 

Seit sie ein kleines Meerbaby war, passte er auf sie auf. Und auch wenn der Frosch oft ein Spielverderber war, machte die kleine Meerjungfrau fast nichts ohne Brutus.

Als Rehmi eines Morgens wieder auf seinem Rundweg war, sah er Miena und Brutus auf  

einem der Felsen liegen und winkte ihnen zu.

„Guten Morgen ihr zwei“, rief der kleine Drache.

„Guten Morgen Rehmi, warte, wir kommen zu dir rüber“, rief die Meerjungfrau, sprang ins Wasser und schwamm zum Strand. Rehmi ging ihr ein paar Schritte entgegen. 

„Hast du schon gehört, was unten im Riff los ist?“, fragte Miena und der Drache schüttelte den Kopf. „Der Clownfisch Karl hat erzählt, dass schon wieder ein neues Boot gesehen wurde. Viele von seinen Freunden seien nicht mehr nach Hause gekommen. Diese gemeinen Boote. Die wissen doch gar nicht, was sie anrichten. Oder es ist ihnen egal, wenn sie Freunde und Familien auseinanderreißen.“ Miena schaute traurig in den Sand. „Keiner der verschwundenen Fische ist je wieder nach Hause gekommen.“

„Oh Miena, bitte sei nicht traurig. Ich mag das gar nicht, wenn du so bist.“ Rehmi versuchte die kleine Meerjungfrau aufzuheitern und machte eine lustige Fratze. Er blähte seine Backen auf, verdrehte die Augen und zog seine Ohren lang.

Miena lächelte: „Ach Rehmi, du bist süß. Aber ich mache mir halt Sorgen, wie alle anderen Fische im Riff. Es kommen immer mehr Boote und jeden Tag verschwinden immer mehr Fische.“

„Ich weiß“, Rehmi schaute verlegen drein.

„Auch wir hier auf der Insel bekommen mit, dass etwas nicht stimmt. Alle Meeresbewohner sind unruhig. Ich sehe kaum noch die Robben auf den Felsen liegen. Früher haben hier am Strand im seichten Wasser immer die kleinen Wale gespielt, auch sie sind verschwunden.“ Der Drache überlegte kurz.

„Können wir nicht irgendetwas gegen die Boote unternehmen?“, er blickte sie fragend an.

„Ihr könnt nichts tun. Nichts hilft gegen diese Boote“, sagte Brutus, der eben aus dem Wasser aufgetaucht war.

„Es muss aber etwas geschehen!“, sagte Miena bestimmt. „Ich werde mit den Meeresbewohnern reden, vielleicht fällt uns zusammen eine Lösung ein.“ „Gut, mach das. 

Und ich werde mit den Tieren hier auf der Insel sprechen. Wir werden schon einen Weg finden, die Fische zu retten.“ Der kleine Drache machte ein ernstes Gesicht.

„Gleich morgen früh treffen wir uns wieder hier.“ Rehmi verabschiedete sich von den beiden, ging zu den Bäumen und verschwand wenig später zwischen dem Grün der Blätter.

„Ihr zwei seid unverbesserlich“, sagte Brutus und schüttelte seinen Kopf. „Glaubst du wirklich, ihr könnt die Boote vertreiben?“

„ Wir müssen es versuchen“, sagte Miena und tauchte ins Wasser ab.

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